Kukus fünf Fälle

  • Drucken
Eigentlich heisst er ja Kurt. Aber alle nennen ihn Kuku. Und wenn er von den Ereignissen des letzten Sommers berichtet, dann nimmt er wie immer kein Blatt vor den Mund. So ist Kuku eben. Also: Es beginnt alles mit einer tollen Grillparty an der Torgasse 12, wo Kuku wohnt. Doch plötzlich taucht der Zumstein senior auf. Das ist der Vermieter des Hauses. Und dieser Zumstein, der mag keine Haustiere. Und auch keine vorlauten kleinen Jungen wie Kuku. Kurz, es kommt zu einem Riesenstreit. Vor allem wegen dem Meerschweinchen von Carla. Aber auch ein bisschen wegen Kuku, der seinen Mund wieder einmal nicht halten kann. Und nach dem Streit ist plötzlich alles wie verhext an der Torgasse 12. – Ein klarer Fall für Kuku. Aber ganz schön kompliziert.
   Ich heisse Kuku, bin zehn Jahre alt und Fussballer. Und erst noch ein guter. Trotzdem schreibe ich in diesem Buch wenig über meinen Beruf. Was nicht erstaunt, denn ich habe es im letzten Meisterschaftsspiel nur noch gerade auf die Ersatzbank geschafft. Und warum? Weil die Erwachsenen mich erst geärgert und nachher auch noch bestraft haben. Drei Stunden Holz hacken. Da wird doch jeder Spitzenfussballer schlapp.
Aber auch Kim ist nicht ganz unschuldig. Da haut er doch einfach ab. Nur weil ein paar Schwierigkeiten auftauchen. Auf jeden Fall hat Kims Verschwinden die Erwachsenen ganz schön in Panik versetzt. Um sie zu beruhigen, habe ich dann den Fall übernommen. Dabei ist leider nicht immer alles so ge- laufen, wie ich es geplant hatte. Warum weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass es furchtbar spannend und ich am Schluss wieder einmal der Held war. Finde ich jedenfalls. Punkt
    Ich heisse Kuku, bin zehn Jahre alt und Fussballer. Das stimmt. Wenn auch nur noch ein bisschen. Denn in der Geschichte, die ich euch hier erzähle, werde ich bereits elf. Und Fussballer bin ich auch nicht so richtig, weil dieses Buch im Januar spielt. Und da haben wir Winterpause. Es gibt aber noch etwas, was ich nicht verheimlichen darf, weil ihr es beim Lesen sowieso merkt: Als Detektiv bin ich diesmal nicht so toll.
Denn ich finde nur mit viel Mühe heraus, warum Lala – das ist meine Schwester – so schwer krank geworden ist und wer Carlas Handy geklaut hat. Dass ich nicht zu grosser Form auflaufe, wie das für mich sonst normal ist, liegt aber nicht an mir, sondern an meiner Familie. Die lässt mich in die- sem Fall nämlich völlig im Stich. Was zur Folge hat, dass ich immer wieder in peinliche Situationen gerate. Manchmal sogar in sehr peinliche.
Mit anderen Worten: In diesem Buch ist alles ein bisschen anders als in meinen beiden ersten. Ich habe aber trotzdem alles aufgeschrieben, damit ihr merkt, dass auch Helden nicht immer nur gute Tage haben. Punkt
   Ich heisse Kuku, bin elf Jahre alt und Fussballer, aber auch Schriftsteller. Damit ist eigentlich schon alles gesagt, was ihr über mich wissen müsst. Ich will die Sache ja nicht komplizierter machen, als es unbedingt sein muss. Die Geschichte, die ich euch diesmal erzähle, ist schon chaotisch genug. Was jedoch nicht meine Schuld ist. Schuld daran sind einzig und allein die Erwachsenen. Zuerst haben sie mir einen Riesenschreck eingejagt, und dann haben sie mich auch noch verdächtigt, ein Brandstifter zu sein. Zugegeben, es hat alles, aber auch wirklich alles darauf hingedeutet, dass ich der Täter bin. Wen wunderts, dass ich bei diesem Stress gar nicht gemerkt habe, dass ich die Lösung des Falls längst vor Augen hatte. Auf der anderen Seite muss ich den Erwachsenen ja irgendwie fast dankbar sein. Denn ohne ihre komplizierte Art wäre diese Geschichte kaum zu einem richtigen Buch mit fast 200 Seiten geworden. Und was lernen wir dabei? Richtig. Eigentlich nichts. Oder dann höchstens, dass alles Negative auch eine gute Seite hat. Punkt.
    »Alles hat damit begonnen, dass ich erfahren habe, dass in der Schreinerei von Papa nicht mehr alles rund läuft. Natürlich habe ich sofort versucht, ihm unter die Arme zu greifen. Durch meine tollen Kontakte zur Polizei – ich bin ja so was wie ein Mitarbeiter der Polizistin Moser – habe ich von der Einbruchserie in unserer Gegend erfahren. Genau dadurch bin ich dann auf die Idee gekommen, wie ich Papas Schreinerei retten könnte.
Wenn da nur dieser Einbrecher nicht gewesen wäre, vor dem ich mich so in Acht nehmen musste. Einbrecher sind schnell, vermutlich schneller als Fußballer. Denn wenn die einmal überrascht werden, dann müssen sie ja abhauen.«
In seinem fünften Buch steckt Kuku tief im Schlamassel. Dabei will das sympathische Großmaul nur helfen. Doch nicht nur Vater Holzer ist verärgert, auch die Polizistin Moser will auf Kukus Hilfe als Detektiv verzichten. Aber dann gibt der Elfjährige den alles entscheidenden Tipp...